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Was die Natur uns liefert

Der Aufenthalt im Grünen entspannt und heilt. Doch Tiere, Pflanzen und Böden leisten noch viel mehr.
(Quelle: greenpeace-magazin 04.09)

http://www.greenpeace-magazin.de/warenhaus/Magazine


2.000.000.000 Euro beträgt der volkswirtschaftliche Nutzen der Bestäubungsleistung von Honigbienen in Deutschland pro Jahr. Rund 80 Prozent der 2000 bis 3000 heimischen Nutz- und Wildpflanzen sind auf
"Apis mellifera" als Bestäuber angewiesen.

40.000 Flüge müssen Arbeitsbienen unternehmen, damit am Ende ein Glas mit Honig gefüllt ist.

7.700.000 Euro sparen die Schilfufer der Mittleren Elbe im Vergleich zu technischen Kläranlagen jährlich ein: Schilfrohr bindet Stickstoff, seine Wurzeln filtern Schmutzwasser und die hohlen Stängel transportieren pro Hektar und Tag rund 100 Kilogramm Sauerstoff in´s Wasser

2 Liter Meerwasser pro Stunde filtert eine kleine Miesmuschel bei 14 Grad Wassertemperatur und säubert es so von Sinkstoffen. Muscheln gelten als "Gesundheitspolizisten" der Meere

12.000.000 Vögel rasten alljährlich im Wattenmeer. Die Schlickflächen bieten ihnen einen reich gedeckten Tisch, denn darin wimmelt es nur so von Würmern, Krebsen und Muscheln.

6000 Eicheln und Buchen pflückt und versteckt ein einzelner Eichelhäher jeden Herbst als Wintervorrat. Nur etwa die Hälfte davon frisst er. Aus dem Rest wachsen neue Bäume, die "Hähersaat". Viele Förster schätzen diese als Beitrag zur Durchmischung von Nadelwäldern.

1,7 Kilogramm Sauerstoff produziert eine 80-jährige, allein stehende Buche pro Stunde und deckt damit den Bedarf von zehn Menschen

1400 Tonnen Kohlenstoff pro Hektar sind in einem Hochmoor in unseren Breiten maximal gebunden- mehr als in jedem anderen Lebensraum an Land. Würde man die in Deutschland landwirtschaftlich genutzten Moore wieder in ihren natürlichen Zustand zurückversetzen, könnten die Treibhausgasemissionen um jährlich etwa 37 Millionen Tonnen verringert werden.

325.000.000.000.000 Kilowattstunden Strom könnten in Deutschland mithilfe geothermischer Energie erzeugt werden, wenn das gesamte Erdwärme-Potenzial hierzulande genutzt würde. Das ist 600- mal so viel, wie ganz Deutschland pro Jahr verbraucht.

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 23. November 2011 um 15:29 Uhr

 

Die heutige Weltwirtschaft beruht auf vergangenen Machtstrukturen, die Klassenstrukturen und die ungleiche Verteilung des Wohlstandes innerhalb der Volkswirtschaften verewigen,
und sie beruht auf der Ausbeutung der Länder der Dritten Welt durch die reichen Industrienationen.
Diese gesellschaftlichen Realitäten werden von der Wirtschaftswissenschaft weitgehend ignoriert, da sie moralische Fragen gern vermeidet und die gegenwärtige Verteilung des Wohlstandes als gegeben und unveränderlich ansieht

Fritjof Capra, Wendezeit


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